Willkommen in einer pulsierenden Stadt mit einzigartigen Geschäften mit guten Fachkenntnissen, großer Auswahl und gutem Service. Lokale kulinarische Erlebnisse und unvergessliche Attraktionen und Festivals
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20.06.2017

Arnt Olav Klippenberg

– Glück ist, Samstagmorgens um halb neun beim Kalles Schlange stehen, um frische Brötchen zu kaufen. Das lustige ist, das es nur Männer sind, lacht Arnt Olav Klippenberg.
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– Glück ist Samstagmorgens um halb neun beim Kalles Schlange stehen, um frische Brötchen zu kaufen. Das lustige ist, dass es nur Männer sind, lacht Arnt Olav Klippenberg.

Man wird gut gelaunt, in der Nähe von Arnt Olav Klippenberg zu sein. Der Eigersunder ist weit ausserhalb die Gemeindegrenze für seine treffenden Kommentare, gute Artikel zu schreiben und nicht zuletzt sein Gemeinschaftengagement bekannt. Er ist ein toller
Botschafter für seine Heimatstadt, die ihm lieb ist.
 

Kleine Identitätshaken

–– Wenn ich nach Urlaub wieder nach Egersund komme und die Strasse Jernbaneveien fahre, dann ist das so als ob ich eine Jugendliebe wiedersehen soll. Es kribbelt, lacht er, und fügt zu: 

–Ich habe Egersund sehr gern, hat aber keine Angst ein bisschen kritisch an einiges zu sein. Wir sind eine kleine Stadt und was das mit sich führt.  

Klippenberg hat seit vielen Jahren als Journalist in Stavanger Aftenblad gearbeitet. In der Gruppe Show Chow hat er die meisten Texte geschrieben. Lieder, die für viele sehr wichtig sind – ”Livet på torvet”, ”Eg e liga gla” und ”Ei med alt!” Er hilft mit Julebyen, Nordsjørittet und das meiste in der Stadt zu. Ausserdem hat er auch dafür gesorgt, dass es jetzt ein Schild gibt zu Ehren von Priscilla Presley, ihr Grossvater wurde hier geboren.

– Es sind die kleine Identitätshaken die uns charaktieriseren. Es ist wichtig, diese «Egersundsachen» kennenzulernen, z.B «die Planke zu treten».
Als ich aufgewachsen bin, sind wir zur Tyskerbrygga gegangen, und dann wieder nach Hause. So war es nur damals, erklärt er.

”Die Planke” liegt am Ende der Dampskipskaien. Es war früher wie ein Geländer und hat gleichzeitig gehindert, dass Fahrzeuge ins Wasser gerollt sind. Einen normalen Sonntagsausflug, wenn Klippenberg aufgewachsen ist, war zur Planke zu gehen, darauf treten und dann wieder drehen. Die Planke wurde irgendwann entfernt, wurde aber 2012 eingerichtet.
 

Historische Heimat

Egersund hat Norwegens am besst bewahrten Holzhaussiedlung, und mittendrin hier hat Klippenberg seine Heimat gefunden. Ein gelbes Holzhaus von 1847.

”Es macht Spaß daran zu denken, dass vor langer Zeit ein Mann hier Briefmarken verkauft hat.”

– Es war hier früher die Post, und es war auch einmal Apotheke. Ich habe versucht, die Figur die früher die Hausecke dekoriert hat, zu finden, es ist mir aber immer noch nicht gelungen. Es wäre lustig, die wieder zu haben! Ich habe aber eine Briefmarke gekauft, die hier 1887 gestempelt wurde. Es macht Spaß, daran zu denken, dass vor langer Zeit ein Mann hier Briefmarken verkauft hat, lacht er.  

Er erzählt, dass es eine bewusste Wahl ist, sich in einem historischen Haus in der Stadt niederzualssen

– Es spiegelt Egersund, und die alte Geschichte, die man hier in diesen Häusern finden kann.


Eine Wanderung durch die Stadt

Es ist viel Geschichte in der alten Stadt. Klippenberg hätte gern selber, alle Zugezogene mit auf eine Stadtwanderung genommen ,um ihnen Egersund zi zeigen. Er macht oft Stadtwanderungen und hat viel zu erzählen.

– Ich fange bei der Kirche an, das älteste Gebäude der Stadt, und ein fantastisches Bauwerk!
Und nicht zuletzt ist es eine unglaubliche Geschichte «Hedningeholmen» (das Heideinselchen) und das mysteriöse da. Dann gehe ich weiter zu „Gruset». Alle finden es sehr faszinierend, wenn wir, die Strandkante entlanglaufen und alte Teller da sehen. Ich erzähle normalerweise, dass man hier selbst wählen kann, lacht er.

Die Reste nach Egersund Fayancefabrik sind hier gut sichtbar. Klippenberg erzählt dass wenn man bei «Gruset» ausgegraben hat, hat man entdeckt, dass alles darunter nur Steingut war.

– Ich kann mir als Kind daran erinnern, dass  wir die Zaunen um die Fabrik übergesprungen sind, und haben Kalkforme genommen und als Kreide benutzt um Paradies zu springen
 

”Love me tender”

Die Stadtwanderung geht weiter zur Fußgängerzone in der Stadtmitte. Hier findet man ein altes Photo von der Strasse.

– Ich frage, ob man einen Unterschied sieht, und das tun sie alle. Die Straße war früher viel enger . Der Unterschied kam nach der Weltausstellung in Oslo 1914. Da hat man entdeckt, dass es in Oslo Automobile waren, und die erforderten mehr Platz. Die Strassen mussten in Egersund breiter werden! Man hat die Häuser auf der einen Seite der Strasse aufgehoben und geschoben, um mehr Platz zu bekommen.

”Sie hat aber von Verwandten gehört, dass es hier liegt, und ihr Kommentar war ”Oh, it´s marvellous!”..

Die Wanderung mit Klippenberg geht weiter zur Kirkegata, und wir halten vor dem „Iversenhuset“. Die Familie, die hier gewohnt hat, ist damals nach Amerika ausgewandert. Die Enkelin hat Elvis Presley geheiratet. 

– Leute sind über diese Geschichte begeistert, und werden noch mehr imponiert, wenn Kari, (die Frau die jetzt hier wohnt) das Fenster aufmacht und „Love me tender” spielt. Priscilla Presleys Plass liegt hier, was ursprunglich meine Idee war. Sie wurde zur Eröffnung eingeladen, konnte aber nicht kommen.“ Sie hätte uns aber unbedingt besuchen sollen“, sagt er nachdenklich. – Sie hat aber von Verwandten gehört, dass es hier liegt, und ihr Kommentar war ”Oh, it´s marvellous!”.

Kümmert sich um die Stadt

Vielleicht denkt der virksame Klippenberg schon an neue Ideen. Er ist aber schnell wieder auf der Spur und erzählt, dass, die Stadtwanderung im Park in Strandgaten endet, wo er über den Stadtbrand erzählt.

– So wie die Stadt heute aussieht, ist Resultat nach dem Brand. Die Strasse Strandgaten war früher die Promenadestrasse. Die hat die Stadt mit der See verbunden, und war damit die wichtigste Strasse  der Stadt. Hier waren damals die Geschäfte, und hier sind wir als Kinder gelaufen.
Die Strasse zum Park läuft durch den Äußeren Stadtteil. Er erzählt, dass er in den letzten Jahren grosse Änderungen in diesem Stadtteil gesehen hat.

– Stadterneuerung ist ansteckend. Es wird ständig schöner hier zu gehen, obwohl es immer noch  Stellen gibt, wo ich denke ,dass es nicht so schön ist. Wir sind aber sehr tüchtig geworden zu renovieren, und das alte zu bewahren. Es ist ein Stolz hier in Egersund, sagt er. 
 

Die Lust ist wichtig

Arnt Olav Klippenberg´s Weltanschauung ist das, wenn man Lust hat, kann man das meiste machen.

– Ich finde, dass wenn es Spass macht, ja dann kann ich z.B ein Buch über Würste schreiben. Deswegen sage ich immer Leuten, die ich sehe, dass sie sich Mühe geben ,aber ohne Lust: ”Lass es!”. 

Er stellt fest, dass das beste in der Welt für ihn ist, zu schreiben.

– Wenn ich vor dem Mac sitze, dann freue ich mich. Das ist ein Antrieb gewesen seitdem ich klein war. Ich kann mich daran erinnern als ich jung war, dann habe ich eine Schreibmaschine für zehn Kronen im Monat gemietet, um mein Gedichten zu schreiben, lacht er. Die Ideen für die Texte findet Klippenberg in der Nachbarschaft. Auch das Wurstbuch wurde lokal, obwohl es ein Buch  für ganz Norwegen sein sollte.

– Dafür habe ich ja auch ein bisschen Kritik bekommen, gibt er zu. – Einige von den Würsten sind vom Metzger Grøsfjeld und Julebyen (die Weihnachtstadt). Das Buch ist aber ein Beweis dafür, dass man das machen muss, was einem Spaß macht. Mein Verlag hat mich gefragt, ob ich ein Buch über Würste schreiben kö,nnte. Ich habe kein besonderes Interesse an Würste, aber habe es überlegt. Ich habe festgestellt dass die Geschichte über Würste, lokal und international, sowohl faszinierend und interessant war.
 

Sonnenuhr oder Grab?

– Welche Stellen muss man besuchen, wenn man in Egersund ist?
– Stoplesteinane! Das ist so eine fasziniernde historische Stelle.
Wir wissen nicht, was es ist –  ist es eine Sonnenuhr oder ein Grab?
Es ist traurig, dass die Gemeinde es nicht für Touristen zurechtgelegt hat. Man muss wissen, wo es liegt, aber es ist voll möglich es zu finden.

Er erzählt weiter, dass die Leute, die hier wohnen , es nicht als ein Problem finden, dass Touristen über ihre Grundstücke gehen, um es zu finden.
– Ich habe den Besitzer da ein bisschen geneckt. Ich habe es einmal einem Professoren  gezeigt, und er hat gemeint, dass «Skårabrekka“ wie weibliche Genitalien aussieht. Der Besitzer wohnt da mit seiner Frau, zwei Töchtern und zehn Hühner, erzählt er und lacht.
 

Das kleine extra

Bei gutem Wetter sieht man oft Arnt Olav Klippenberg mit dem Fahrrad in der Stadt. Und nicht nur ein Fahrrad. Es ist ein Stadtfahrrad von Dänemark importiert.

– Es ist nicht für längere Touren geeignet. Es wird innerhalb der Parkzone, und es ist sehr schön bei gutem Wetter.

Es sind die kleinen und einfachen Sachen ,die Klippenberg sehr schätzt.

– Es ist das kleine extra was wichtig ist. Samstagmorgens Schlange stehen mit anderen Männern, die auch Frühstück für die Familie machen werden. Das macht einen guten Morgen. Es ist nicht sicher, dass der Hackbraten von Metzger Grøsfjeld besser war, es war aber das ganze Paket, was alles besser gemacht hat. Und darum geht es ja – das kleine extra, nickt er bestätigend.  
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